Das Publikum erklatscht sich nach einer begeisternden Aufführung die Zugabe, auf die es meint, Anspruch erheben zu können. Der Solist hat sich die Seele aus dem Leib und dem Klangkörper seines Instruments gespielt. Nun erwidert das Auditorium diese Leistung voller Hingabe, indem es anerkennt, dass der Künstler alles gegeben hat, und doch von ihm fordert, noch eins oder zwei draufzusetzen. Das ist die Ambivalenz des Schlussapplauses, dass er dem Schlussakkord entspricht und ihm zugleich widerspricht, indem er selber bestimmen will, wann das Konzert zu Ende ist.